16. Juni 2009...07:58

Vorwahlen: Landesvorstand behält Durchblick

Zu den Kommentaren

Ein nicht unübliches Blog mit nicht unüblichen Kommentaren rund um Grüne Vorwahlen hat Helge Fahrnberger geschrieben.

Gestern, Montag Abend war Landesvorstand der bis knapp nach zehn gedauert hat. Schon heute früh berichtet Helge darüber, frei nach seinem Motto: “ If the news is important, it will reach me“. Da ich, wie üblich auch bei diesem Landesvorstand dabei war, kann ich nur sagen: „If the news can be used, it will be bloged“.

Wie schon des öfteren merkt man auch an diesem Beitrag, von wem die Information ungefähr stammt und was damit bezweckt werden soll. Schade eigentlich, dass sich ein Mensch wie Helge hier so unreflektiert benützen läßt.

Also ein paar Klarstellungen:

Das Friedensgericht der Grünen kann Vorstandsentscheidungen nicht aufheben.

Der Vorstand hat vor der Neuwahl am kommenden Sonntag entschieden, weil wir weder die Verantwortung abwäzen wollten, noch wollten wir durch eine neue Vorstandsdebatte über die Fristen kommen, die dann auch eine Entscheidung gewesen wären.

Ja, wir haben neue Wege beschritten. Hätten wir wie üblich gearbeitet hätten wir ein paar der Anträge wohl erst im Herbst 2009 entschieden. Wahrscheinlich hätten vor dem 15 Juli weniger Grüne Vorwählerinnen ihre Aufnahme in den Händen gehalten als so. Weil die einzige Entscheidungsgrundlage wäre das Datum des Eintreffens gewesen und da hätten die Grünen Vorwählerinnen die schlechteren Karten gehabt.

Nein, wir überlassen die Grünen nicht den Betonieren. Das ist  im wesentlichen meine Arbeit der letzten 15 Jahre. Die wirkliche Frage, die sich die Grünen Vorwählerinnen stellen müssen ist: Was von euren Handlungen hat mir geholfen, was wird mir helfen und was nicht?

In diesem Zusammenhang ist natürlich das Kommentar von Sebastian unter Helges Blog genial:  Den neuen Vorstand gegen den alten in Stellung bringen und, noch besser mit seiner Wahlankündigung der im Blogbeitrag zitierten und kritisierten These von David recht geben, zumindest in diesem einen Fall.

Der Vorstand hat, obwohl von vielen Seiten auf ihn eingehackt, gezogen und gedrückt wurde, den Überblick behalten und einen Weg entschieden, der niemanden wirklich zufrieden stellt. Aber mit Rücksicht auf alle Beteiligten das Mögliche möglich macht. Das kann man respektieren und nehmen. Oder man kann es nicht. Eure Verantwortung.

41 Kommentare

  • Ich bin sprachlos.

  • Robert, zu

    Wie schon des öfteren merkt man auch an diesem Beitrag, von wem die Information ungefähr stammt und was damit bezweckt werden soll. Schade eigentlich, dass sich ein Mensch wie Helge hier so unreflektiert benützen läßt.

    Das ist die gleiche Niederträchtigkeit, wie ich sie schon so oft zu hören bekommen habe. Tenor: „Ihr habt euch zu Beginn halt von den falschen Leuten unterstützen lassen.“ Ich kann dir sagen, dass ich mich gerne von Allen unterstützen hätte lassen.

    Mir zu unterstellen, dass ich mich benützen lasse – weil ich von den Ablehnungen weiß, bevor ihr sie verschickt und vor allem: weil ich die Dinge nicht so sehe wie du, ist tiefstes Niveau. Ihr habt eure Entscheidung letzte Woche getroffen und öffentlich verkündet – dass die Information, dass die Entscheidung gestern nicht revidiert wurde, noch am Abend bis zu einer ganzen Menge Leuten drang, kann dich nicht wirklich verwundern, oder? Ihr redet mit Journalisten, aber ich soll’s nur von den „falschen Leuten“ (was ist das überhaupt, falsche Grüne? Sind die dann gelb?) erfahren haben?

    Was ich bezwecke? Ist doch offensichtlich: Psychohygiene.

    • robert korbei

      Ja, eigentlich habe ich dir ja unterstellt, dass du die Informationen, die du kriegst in dein Blog übernimmst ohne kurz zu versuchen mit zum Beispiel mir zu telefonieren oder so obwohl wir diese Situation schon zwei, drei mal hatten und jedes mal klar war, dass mit dieser Kommunikation das Gesamtkunstwerk Grüne Vorwahlen – Grüne besser dagestanden hätte. So auch dieses mal.

      Von mir ist es schwer zu sagen ob dass das gleiche tiefe Niveau ist, wie die bei dir angekommene Unterstellung.
      Psychohygiene habe ich verstanden und ist auch ok so.

      • Robert, du hast uns die Entscheidung vor einer Woche über 1h lang erläutert. Diese Entscheidung habt ihr jetzt inhaltlich bestätigt. Welche neuen Interpretation deinerseits hätte ich mir da erwarten dürfen? (Aus der Tatsache, dass vielleicht ein paar Leute doch noch „verschont“ wurden kann ich noch keinen qualitativen Unterschied ableiten.)

        Ihr lehnt Anträge auf Unterstützerschaft ab, und nicht zu knapp (<–das wirst du jetzt anders sehen), ohne etwas über die Menschen und ihr Anliegen zu wissen oder wissen zu wollen (also nachzufragen).

        Ich tue mir da schwer, mir vorzustellen, welche neue Perspektive du mir auf diese recht simple Tatsache liefern hättest wollen. Auch in deinem Blogpost kann ich die nicht erkennen.

        Ganz ehrlich, ich sehe nicht so sehr die Kommunikation zwischen uns als Problem an – so schlecht ist die gar nicht. (Klar, du würdest gerne von "Teilhabe" und weniger von "Checkbox" als Ablehnungsgrund lesen. Aber die Freiheit musst du mir schon lassen, dass ich euch eure Begründungen nicht wörtlich abkaufe.)

        Die Ablehnungsentscheidungen selbst sind das Problem. Wie sollte man die auch schönreden?

  • Alexander Hrach

    Lieber Robert Korbei,

    als bereits akzeptierter Unterstützer ersuche ich um Bekanntgabe der folgenden Fakten:

    1. Anzahl der eingegangen Anträge auf UnterstützerInnenschaft
    2. Davon angenommene ohne Rückfragen
    3. Davon abgelehnte ohne Rückragen – bitte mit Begründung, wie vorgesehen
    4. Anzahl der noch in Bearbeitung befindlichen Anträge mit Rückfragen
    5. Datum der endgültigen Entscheidung der Anträge wie in 4. beschrieben

    Ich finde das fehlt entschieden und sollte im Sinne einer basisdemokratischen Transparenz auch endlich bekannt gegeben werden. Wäre echt hilfreich. Vielen Dank im Voraus.

    So, und nun mal etwas kritisches programmatisches:

    Wenn ein Josef Cap (!) einmal öffentlich im ORF eingesteht, mit dem Hinweis auf die Publikation „Österrreich Innen“, dass die österreichische Bevölkerung der ganzen politischen Kaste plus minus das Vertrauen längst entzogen hat, dann erwarte ich mir GERADE von den offiziellen Grünen Vertretern (siehe Grüne Grundwerte – setze ich als bekannt voraus) folgendes Verhalten sicherlich NICHT:

    - einen peinlichen Rückzieher zu machen und das Angebot zur Unterstützerschaft auf der Website klammheimlich nachzubesern

    - die eigenen Statuten in der geschichtlichen Interpretation bequem zurecht zu korrigieren („… ursprünglich nur für Leute gedacht, die aus Oppurtunitätsgründen rot bleiben müssen“ – ein wenig glaubwürdiges Argument: Könnte ich aus Gründen der Opportunität auch ÖVP Mitglied sein? Das klingt, bei aller Liebe, schon ziemlich sinnbefreit.)

    - die Unverdächtigen aufzunehmen, aber anscheinend nur in dem Maß, dass bloß keine echte Bewegung möglich wird

    - halbmysteriöse Andeutungen, die Vorwähler würden sich vor irgend einen nicht näher benannten Karren spannen lassen (während das Kurdenthema bereits im Standard thematisiert wird)

    - ansonsten wortreich gar nichts sagen und einen schlechten Kompriss mit einer ebensolchen Miene ein paar hundert bewegten, engagierten, oft einsatzbereiten Symphatisanten in kleinen Etappen vor die Füße zu werfen

    - zuzulassen, dass das Ankreuzen einer Müllvermeidungsstrategie (!) als ernsthafter Ablehnungsgrund auch nur ernsthaft in Erwägung gezogen wird

    - dabei eine Taktik zu fahren, die da in anderen Worten lautet: „eigentlich, nach den Buchstaben unseres Statuts, müssten wir ja GAR NICHTS tun“ (… also seid froh dass wir Euch überhaupt entgegenkommen, fehlt da nur mehr. So kommt’s jedenfalls ‘rüber.)

    Für dieses GAR NICHTS sei gesagt: Die Grünen müssen sich nicht primär Ihren Unterstützern verantworten.Und nicht nur ihrer Funktionärsbasis. Sondern auch ihren Wählern.

    Und wie DAS im Moment aussicht, darf ich als bekannt voraussetzen.

    Das ist EURE Verantwortung.

    Üblicherweise wohlmeinende Opinion Leader fragen sich bereits in Leitartikeln öffentlich, wer die Grünen eigentlich noch braucht. Es ist daher nicht 5 vor 12, sondern schlag 12. Guten Morgen also.

    • robert korbei

      Die Zahlen gibt es, wenn wir alle Anträge haben und bearbeitet haben.

      Und zum Rest der Punkte:
      Wieso benutzt du das Wort klammheimlich? Wir hatten dort einen Text stehen, der nicht stimmt. In dem Moment wo wir das erkannt haben, haben wir das verändert, was wir auch immer genau so gesagt haben.

      Wieso sagst du Unverdächtigen bzw. welchen Verdacht haben wir denn eigentlich? Und wie viele es braucht eine Bewegung bei den Grünen auszulösen ist, ist unterschiedlich. Den Grünen Vorwahlen ist es jedenfalls schon glungen.

      In der Auseinandersetzung um die Listenplätze zwischen verschiedenen Grünen, haben sich Teile der Grünen Vorwahlen, wahrscheinlich unwissend, vor einen Karren spannen lassen. Das kann man akzeptieren oder auch nicht, aber es ist.

      Ich habe versucht darzulegen warum ich weiß, dass sich die Grünen so weit bewegt haben, wie sie konnten. Ich weiß auch, warum ihr darüber unzufrieden seid. Wie genau ich in die Details einsteigen kann ist nicht ganz meine Entscheidung.
      Auch das kann man sehen, oder auch nicht.

      Ja, es ist unsere Verantwortung, was denn sonst.

      • „Wieso benutzt du das Wort klammheimlich? Wir hatten dort einen Text stehen, der nicht stimmt. In dem Moment wo wir das erkannt haben, haben wir das verändert, was wir auch immer genau so gesagt haben.“

        Das kannst Du so jawohl auch nicht stehen lassen. Der Text schien ja zu stimmen. Für die Jahre vor uns. Als die Familien und Freunde und Bekannten, die ja anscheinend die richtige Teilhabe an den Wiener Grünen gehabt haben (Oh mein Gott, wie gerne würd ich die fragen, wie sie das geschafft haben…), aufgenommen wurden… Wurde damals auch im Landesvorstand über jeden einzelnen diskutiert? Was waren denn da die Kriterien der Aufnahme?

        „In der Auseinandersetzung um die Listenplätze zwischen verschiedenen Grünen, haben sich Teile der Grünen Vorwahlen, wahrscheinlich unwissend, vor einen Karren spannen lassen. Das kann man akzeptieren oder auch nicht, aber es ist.“

        Oh, das finde ich interessant. Ich habe mich gestern erst als Vorwählerin registriert. Habe das hier alles lange verfolgt, kenne weder Helge noch sonst jemand von den anderen persönlich und würde jetzt gerne von Dir wissen, vor welchen Karren ich mich spannen lasse… Denn das würde ich ungerne. Aber wenn ich hier immer nur mit Brotkrummen wie ein dummes Vögelchen gelockt werde, weil Du es ja anscheinend liebst Andeutungen zu machen, die gar nicht für die bestimmt sind, die sich in aller erster Linie genau hier informieren, dann frage ich mich schon, warum ich meine Zeit überhaupt für die Wiener Grünen investieren möchte…

        Zum Glück liegen meine Wertevorstellungen tiefer in mir verwurzelt und lassen sich nicht derart leicht aushebeln.

  • Regel Nummer 1: Der Vorstand hat immer Recht.
    Regel Nummer 2: Falls der Vorstand einmal nicht Recht hat, tritt automatisch Regel Nummer 1 in Kraft!

  • Ich bin wieder mal enttäuscht!

    Zugegeben ich weiß nicht, wie es in der „echten“ Politik abgeht! Aber mit jedem Tag wird es mir klarer:

    „Lieber den einfachen als den richtigen Weg gehen.“

    • robert korbei

      Das politische System ist deswege so kompliziert, weil hier, wie sonst niergendwo, die persönlichen Ziele von den organisatorischen Zielen abweichen oder sich sogar widersprechen. Zustätzlich ist ein demokratisches System im Kern ein Konkurrenzsystem mit dem Vorteil, dass sich Gutes durchsetzten kann und dem Nachteil, dass Konkurrenz enorme Energien bindet und Konflikte fördert, weil Konflikte Unterschiede deutlich werden lassen.

      • Versteh ich voll und ganz!

        Wenn „das Gute“ transparent und nachvollziehbar präsentiert wird, dann finden sich ja sicher auch Leute die das dann unterstützen.

        Und da hätte ich zb. die Grünen Vorwahlen als Verstärker gesehen, die solche Themen dann pushen könnten.

        „die persönlichen Ziele von den organisatorischen Zielen abweichen oder sich sogar widersprechen“ -> klingt nach vielen persönlichen Niederlagen ;-)

  • Noch habe ich weder eine Ablehnung im Briefkasten/in der Mailbox, noch eine Bitte um nähere Erklärung meiner Motivation. Also werde ich abwarten bis Ende der Woche.

    Aber wie hat mal jemand bei einer der Forumsdiskussionen geschrieben:

    „Welcome to politics“

    Es ist ein weites Land. In jeder Farbe.

  • @Robert:

    Wird es Transparenz darüber geben
    a. wie viele Leute abgelehnt wurden
    und
    b. zumindest anonymisiert und Auge mal Pi eine Begründung dafür?

    Nebenbei: Nachdem ihr erst letzte Woche mit der Beratung über Aufnahme und Ablehnung begonnen habt, weil einige von euch vorher lieber alles dafür getan haben, dass die grünen Mitglieder möglichst unter sich bleiben, ist es nicht fair, diesen daraus resultierenden Stress nun den VorwählerInnen anzukreiden. Ich habe mein Ansuchen immerhin vor fast 2,5 Monaten an euch geschickt. Ihr seid dafür verantwortlich, dass ihr von euren Statuten überfordert und von eine Welle der Sympathisanten überfordert wart.

    Steht zu eurer Zögerlichkeit oder redet euch euer Vorgehen von mir aus auch schön, aber verwendet diese Vorgehensweise jetzt bitte nicht gegen die Initiative. Soviel Fairness muss sein.

    • robert korbei

      Nein, da verstehe ich nicht, wie wir den Zeitstress auf die Grünen Vorwahlen abwälzen. Da mußt du mir helfen, wass du meinst.
      Zahlen wird es, wie oben gesagt, am Ende geben, Begründungen stehen in den Briefen, ohne dass ich die Hoffnung habe, dass darüber Zufriedenheit ausbrechen wird.

      • Damit: „Hätten wir wie üblich gearbeitet hätten wir ein paar der Anträge wohl erst im Herbst 2009 entschieden. Wahrscheinlich hätten vor dem 15 Juli weniger Grüne Vorwählerinnen ihre Aufnahme in den Händen gehalten als so.“

        Das bedeutet für mich, dass „wir“ halt früher hätten draufkommen müssen und es halt nicht schneller geht.

  • Im übrigen: Was soll den mit der Information bezweckt werden, der man anmerkt woher sie kommt? Dubiose Andeutungen ohne den Mut etwas auszusprechen sind kein guter Stil und schlauer wird daraus auch niemand.

    • robert korbei

      Grünintern hat diese Andeutung jede und jeder Verstanden und in diese Richtung waren sie auch geschrieben. Aber das ist unser Problem, glaube ich. Oder?

      • Für solche Andeutungen gibt’s ein internes Diskussionsforum. So kann es auch ich als Betroffener lesen und kann nicht mal was drauf sagen, weil ich nur raten kann, wen aller du da gerade gemeint hast und wen gerade nicht, weil grad Vollmond ist, vom Verständnis wie und wobei mein Text dieser Vollmondfraktion helfen soll, ganz abgesehen. Darum sehe ich das wie Tom: Kein guter Stil.

      • in dem moment wo du öffentlich sprichst und diese andeutung auch noch kritik an einen externen impliziert, ist das meiner meinung nach nicht mehr „euer“ problem. aber bitte, du entscheidest, was dein stil ist.

  • Addendum: Robert, deine Unterstellung als „Niederträchtigkeit“ zu bezeichnen, ist vielleicht etwas überzogen.

    Die Unterstellung ist aber absolut nicht in Ordnung, das wollte und will ich dir damit sagen. Kämpft eure öden Flügelkämpfe ohne mich, das interessiert mich nicht. Die Aussage hat mich überrascht, weil Unterstellungen dieser Sorte sonst nicht dein Stil sind.

    • robert korbei

      Für die Frage ob wir unser absurden, öden, kräfteraubenden Flügelkämpfe ohne dich kämpfen ist es mittlerweile zu spät. Zum streiten braucht es oft eben nur einen (und damit bist jetzt nicht du gemeint)

  • Vergesst die Diskussionen hier. Robert schreibt sein Posting für eine ganz andere interne Zielgruppe.

    • robert korbei

      Doch schon mehr Erfahrung in solchen Sachen, was?

      • Gerald ist ein Spion der ÖVP, schon vergessen?

      • Braucht man die, wenn Du es immer und immer wieder offen betonst?

      • Hab ich irgendwas verheimlicht, dass nur Du weißt?

        Meine Erfahrungen mit der ÖVP vor übrigens mittlerweile über 12 Jahren sind interessanterweise ähnlich wie hier. Es gibt überall Funktionäre, die lieber hinter verschlossenen Türen um Macht, Ressourcen, Richtungsentscheidungen und Lebensentwürfe ringen und dadurch auch bewusst eine Schädigung der Idee in Kauf nehmen. Allerdings war ich der irrigen Meinung, bei den Grünen wäre das anders.

  • Philipp /Subfraut

    dass der Grüne Vorstand so wie du beschreibst, den Durchblick hätte, lässt hoffen…

    Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn!

  • @gerald: intern/extern ist aber genau das Problem ;-)

    Ich würde mir wünschen, dass die Internen die Externen besser verstehen und umgekehrt!

    Dazu bräuchte es aber Transparenz…

    @Philipp: Den Vorstand mit einem blinden Huhn zu vergleichen ist nicht sehr angebracht.

    • Philipp /Subfraut

      @koprax:
      Ich bin eigentlich kein Freund solcher vergleiche… aber der selbstbeweihräuchernde Titel, dass der Vorstand den Durchblick behält, obwohl genau das Gegenteil der Fall ist, provoziert zu diesem von mir gebrachten Vergleich… Wo bitte war in den letzten Wochen da ein Durchblick? Und die Entscheidung gestern, wie mit den Vorwählern verfahren wird, hinterlässt ein staunendes, ungläubiges Vorwähler-Volk…
      Null Transparenz x schwache Erklärungen = Durchblick?
      Die Gleichung ist fehlerhaft!

      Außerdem ist der Vorstand überhaupt nicht einer Meinung in dieser Sache… einige Mitglieder präferieren die Aufnahme der Vorwähler…

      Zusätzlich suggeriert „Durchblick“, dass Chaos herrsche, verursacht durch die Initiative Grüne Vorwahlen…

      Jahrelang hörte man von den Grünen das Jammern über die mangelnde Unterstützung für die Grünen, unter anderem in Bezug auf Diskrepanz von Umfragewerten und Wahlergebnissen… Jetzt bekommt man Unterstützung quasi auf dem Silbertablett serviert (=Korn) und der Vorstand verschließt die Augen (=blind)…
      Übrigens.. Ablehnungen ohne Begründung suggerieren ebenfalls, dass blind abgelehnt wurde!

  • Robert Rezabek

    Ich verstehe den Sinn dieses Artikels nicht. Einer der Initiatoren der Grünen Vorwahlen wird verhöhnt und beleidigt. Dann wird noch festgestellt, wie der Grüne Landesvorstand die Vorwähler sieht: Als Angreifer, gegen die man sich verteidigen muss.
    Aber wer ist das Publikum dieses Artikels? Leute, die Grüne Blogs lesen, die „sich selbst informieren“ statt Flyer auf der Straße zu lesen. Vermutlich identisch mit den Grünen Vorwählern. Zusätzlich noch die Presse und die politischen Gegner, die sich vermutlich gerade totlachen. Was also, frage ich mich, denkt ein Politiker, der einen solchen Artikel schreibt? „Heute will ich mal einen Teil meiner (potenziellen) Wähler vergraulen.“ Oder „ich beeindrucke die Presse, indem ich öffentlich meine Wähler beschimpfe“?

    Glauben Sie, Herr Korbei, dass Ihnen solche Artikel helfen? Wie genau soll das funktionieren?

    Oh, beim nochmaligen Überfliegen des Artikels sehe ich, dass Sie genau diese Frage den Vorwählerinnen ans Herz legen. Der Unterschied ist allerdings, dass Sie etwas von den Vorwählerinnen wollen, nämlich ihre Stimmen. Bei mir wird das mit jedem dieser Artikel und Kommentare unwahrscheinlicher. Schade.

    • robert korbei

      Ja, wir wollen was von den Grünen Vorwählerinnen, aber die Grünen Vorwählerinnen wollen auch was von uns. Und daher stellt sich für beide Seiten die Frage, wie man kriegt was man will oder in unserem Fall die genauere Detailfrage: Kann ich das tun, was ich tun müßte um das zu kriegen, was ich will.

      • Und jetzt führen wir den linken Fuß hinter den Kopf zum rechten Ohr. Dann weiter unter der rechten Achsel durch wieder nach hinten und schließlich links herum nach vor zum Bauch. In dieser Stellung einige Stunden verharren :-)

      • Robert Rezabek

        Nicht, dass Sie mir eine intelligente Antwort schuldig wären, aber das ist das genaue Gegenteil einer „genauen Detailfrage“. Ob man das tun kann, was man tun müsste, um zu bekommen was man will, fragt sich jedes Lebewesen in jedem Moment seiner (wachen) Existenz.

        Und was wollen Sie? Den Vorwählern Infomaterial schicken? Das scheint ja ein Knock-Out-Kriterium zu sein. Den Leuten, die allein durch Ihre Teilnahme an der Initiative bewiesen haben, dass sie sich aktiv über politische Themen informieren, wollen Sie Folder und Briefchen schicken? Das ist so, als ob man auf einer Konferenz über Quantenphysik PM-Hefte verkaufen möchte. Und wenn dann eine Teilnehmerin „nein danke“ sagt, nennt man sie wissenschaftlich desinteressiert.

  • donkeykingdom

    „Die wirkliche Frage, die sich die Grünen Vorwählerinnen stellen müssen ist: Was von euren Handlungen hat mir geholfen, was wird mir helfen und was nicht?“

    Wollen wir also diese Frage beantworten und zwar in gewohnt auslegungsbetonter Art Weise, wie sie auch u.a. bei Statuten zum Einsatz kommt: M I R.

    Hat geholfen:
    Die Strukturen der Grünen und deren Aufteilung in EU-, Bundes- und Landesebene sind MIR nun klar. Während sich das das Gesamt-EU-Programm der Grünen (und nicht notwendigerweise das der österreichischen Fraktion) als wählbar erweist, ist dies auf Bundes- und Landesebene eher ein Problem, genaugenommen auf Landesebene unmöglich (wohingegen Einzelprojekte auf Bezirksebene wiederum überaus unterstützenswert sind, um dies als weitere Ebene anzuführen). Der Einblick in die Strukturen der Partei, den man sich mittels des Internets und dem persönlichen Gespräch (nicht: Massenzusendungen) erarbeiten kann, lässt keine Entität, sondern durchaus – zumindest an nicht-entscheidungsbefügten Stellen – Ansätze von Pluralität erkennen. Die dann aber wiederum in sehr eng begrenzte Bahnen gelenkt werden.
    Die letztendliche Erkenntnis besteht darin, dass die Grünen eben auch nur Partei sind.

    hat geholfen:
    Kritisiere keine einzelnen, aktiven Parteimitglieder, wenn du als UnterstützerIn aufgenommen werden willst. Sondern sei brav und nicke mit dem Kopf. – Die Annahme, dass man bei den Grünen auch den Kopf schütteln könne und dass eine andere Meinung und ein leicht divergierendes Verständnis von Politik oder den zu setzenden Aktionen gegen Rechts akzeptiert werden würden, war wohl falsch. Erkenntnis hilft, Lektion gelernt.

    hat geholfen:
    Wissen, dass Windräder umweltfreundlicher sind als Luftballons, in der Wahlwerbung allerdings wenig effektiv (EU-Ebene, zugegeben).

    hat geholfen:
    Die Erkenntnis, dass man eine Partei nicht einfach nur wählen kann, weil sie sich als „Alternative“ zu verkaufen sucht. Was das Dilemma, welche Partei überhaupt noch wählbar ist, enorm verschlimmert.

    wird helfen:
    Das Wissen, dass es Menschen gibt, die bereits sind, Zeit und Energie zu investieren, weil sie an die Politik glauben – der Glaube an die menschliche Irrationalität wird wiederum bestärkt.

    wird helfen:
    … bookmarks. Denn die Informationsmöglichkeiten sind nun erforscht, sowohl die offiziellen Kanäle als auch die inoffiziell-persönlichen.

    wird helfen:
    Am 15. November gemütlich im Bett zu bleiben, Kaffee zu trinken, Life-Kommentare auf Twitter zu den Wahlen zu betrachten und zu wissen, dass es in Ordnung ist – weil man ja nichts tun d a r f.

    Ja, das

  • unglaublich.
    bitte abtreten.
    ein wähler

  • [...] der Grünen nur wenig kenne, weiß ich nicht wie sinnvoll so ein Weg wäre. Robert Korbei behauptet ja, dass das Friedensgericht solche Entscheidungen gar nicht aufheben kann. Ich bin kein Jurist, [...]


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