17. Juni 2009...07:19

Grüne Vorwählerinnen sei Dank

Zu den Kommentaren

Die Entscheidungen sind gefallen und werden mitgeteilt, die Aufregung ist groß, unsere Mailboxen überfüllt

Zeit Danke zu sagen.

Viele Menschen haben in Zeiten in denen Grün nicht gerade einen Höhenflug absolvierne ihr Interesse, ihre Kritik, ihre Vorstellungen von Grün an uns heran getragen. Viele haben Stunden investiert, viele haben ordentlich Emotionen gekriegt und praktisch alle haben es gut gemeint.

Ihr habt uns, die Grünen an unsere Grenzen gebracht und daran erinnert, dass wir noch nicht die Partei sind, die wir immer sein wollen.  Auch wir haben Stunden investiert, manche sogar Tage, haben ordentlich viel Emotion gekriegt und praktisch alle haben es gut gemeint. Auf ihre Weise.

Wir müssen und haben die Grünen Vorwählerinnen enttäuscht, weil wir nicht das geben, was von uns verlangt wird. Wir haben es aber auch geschafft uns in die Richtung der Grünen Vorwählerinnen zu bewegen. Es gibt viele neue Unterstützerinnen der Wiener Grünen und damit hat diese Teilhabemöglichkeit überhaupt erst so richtig an Bedeutung gewonnen. Wir setzten uns  mit dem Thema wie wir mit Menschen, die sich auf diese Art und Weise an den Grünen beteiligen wollen, zusammenarbeiten sollen. Dazu gab es zwar auch schon länger Überlegungen. Aber den Grünen Vorwahlen ist es zu verdanken, dass diese Entwicklung jetzt in Bewegung kommt.

Wir laden alle daher zum „Grünen Vorwahlen Konvent“ ein.  Am 18. Oktober wollen wir mit Euch gemeinsam ein  Modell für echte Vorwahlen bei den Wiener Grünen entwickeln.

In diesem Sinne also ein Danke an die Grünen Vorwählerinnen.

Wer von euch, angenommenoder abgelehnt, es schafft bei uns zu bleiben, wird es nicht bereuen. Denn wie es so schön heißt:  „Es sind (hier das persönlich bevorzugte Schimpfwort einsetzen) Grüne, aber es sind eure Grüne.


28 Kommentare

  • Jetzt fühle ich mich zusätzlich noch verarscht, danke!

  • Robert, mit der Kommunikation hast Du’s nicht so, gell?

  • @Gerald & Max: Assume good faith. Wenn Robert quasi sagt „Wer sich trotz unserer Ablehnung nicht von uns ablehnen lässt, wird es nicht bereuen“, dann kann man es – anstatt es als zynisch abzuurteilen – auch als Eingeständnis auffassen, dass die Ablehnungen vielleicht doch nicht so der smarte Move waren..

  • @Helge noch hab ich ja offiziell weder absage noch annahme bekommen.

    und mein „assume good faith“ ist einfach aufgebraucht.

  • Stimme mit Helge überein: „Assume good faith“.

    Und jetzt deute ich mal frisch drauf los: in seinem Innersten wird sich Robert ärgern, soviele Ablehnungen rauszusenden, weil er genau weiß, wen er da aller verscheucht …..

    Aber das ist nur eine Hobbydeutung …

  • Kleine Frage zum Konvent/Event am 18. Oktober: Geht es da dann um die Gemeinderatswahl 2010 oder 2015?

    • robert korbei

      Es geht ganz sicher um die Gemeinderatswahlen 2015, hoffentlich um die nächsten Nationalratswahlen (2013 fällig, aber das weiß man ja nie so genau) und ein ganz klein wenig um die Gemeinderatswahlen 2010:
      Ich will, dass die Menschen dort über unsere Kandiadtinnen abstimmen. Aber das Ergebnis kann für die Landesversammlung am 15. November nur als Information mitgenommen werden und nicht als Teil der entscheidenden Stimmen.

  • beim konvent geht es um überhaupt nichts mehr, weil sich 2010 dann ja wohl nicht mehr ausgeht und als wahlkampf helfer trete ich in diesem fall dann nicht mehr auf…

    die zynische aburteilung ist meiner meinung nach mehr als erlaubt, zumindest von denen die bereits trotz tatsächlichen engagements abgelehnt wurden. *mitdemzaunpfahlschwenk*
    mit der einen hand abzuwatschen und die andere zum gruß auszustrecken und dann noch auf die stimme/unterstützung zu bitten ist meiner meinung nach nicht ok.

    die kommunikation ist während des gesamten prozesses schief gelaufen und hier werden die grünen und robert korbei im speziellen hoffentlich einiges aufarbeiten. vom einem kommunikationswissenschaftlichen gesichtpunkt würde sich hier sogar eine diplomarbeit mit der vielseitigkeit dieses themas (neue medien/alte parteistrukturen) füllen lassen.

    was mich enttäucht ist, dass die von den grünen so oft geforderte glaubwürdigkeit der poltik aufgrund dieser UNkommunikation zu tiefst erschüttert wurde und das vertrauen in grüne grundwerte zerstört…

  • Ich finde auch, dass man nicht alles in dem Text zynisch sehen muss. Schon die Anerkennung, dass Kritik auch gut gemeint sein kann, ist schon ein kleiner Schritt. Schließlich wurde selbst diese Tatsache nicht immer so gesehen. Auch möchte ich glauben, dass sich bereits jetzt durch die Grünen Vorwahlen einiges bewegt hat.

    Nichts desto trotz sei immer wieder gesagt: So einfach darf man es sich nicht machen!

    Sag, Robert Korbei, wie hältst du´s mit der Transparenz?
    Neuerlich bitte ich dich um die präzise Beantwortung folgender Fragen:

    1. Nachdem nun anscheinend die Entscheidungen gefallen sind: Wieviel Personen wurden nun tatsächlich aufgenommen, wieviele abgelehnt?
    2. Nach welchen Kriterien wurden Personen aufgenommen bzw. abgelehnt, die alle exakt das gleiche Antragsformular ausgefüllt haben (teilweise sogar mit dem gleichen Massensendungs-Kreuzchen)?
    3. Die Einladung zum Konvent nehme ich gerne an. Doch welche Entscheidungen sind dort zu erwarten? Und auf welche Landtagswahl werden diese konkrete Auswirkungen haben?
    4. Was darf sich ein Abgelehnter genau unter \“bei uns zu bleiben\“ vorstellen? Dich hier des Zynismus freizusprechen, fällt wahrlich schwer.
    5. Stimmt das Gerücht, dass bei der Landesversammlung der Wiener Grünen am kommenden Sonntag die bisherigen Wahlrechte der UnterstützerInnen abgeschafft werden sollen? Und wenn ja: Hätte ich als angenommener Unterstützer nicht das Recht über diese geplante Änderung meiner Rechte informiert zu werden?

    Im Übrigen sei noch gesagt: Ihr habt die Grünen Vorwähler nicht enttäuscht, weil ihr nicht gegeben habt, was wir von euch VERLANGT haben. Ihr habt sie enttäuscht, weil ihr nicht gegeben habt, was ihr UNS ANGEBOTEN habt.

    • @schimi
      ad 5)
      ja es gibt einen Antrag, der auch diesen von Peter Drössler zitierten Teil enthält. Hätte Peter Drössler wirklich nur informieren wollen hätte er den gesamten Antrag zitiert. So ist es eine reine Stimmungsmache.

      Der Wunsch der AntragstellerInnen (nicht der Vorstand und auch nicht mehr die Bezirkekonferenz) ist es eine neue Gruppe an stimmberechtigten Mitgliedern zu schaffen, die von den Bezirksgruppen gemeldet werden können. Diese sollen die jetzigen UnterstützerInnen ersetzen.

      Meine rein persönliche Einschätzung ist, dass er in dieser Form nicht durchgehen wird.

      • Gut zu wissen, dass der Vorstand damit nichts zu tun hat…
        und auch gut zu wissen, dass er deiner Einschätzung nach nicht durchgeht!

        Somit ist eine Antwort von Robert hinfällig…

        Danke!

      • Kannst du bitte auch in Peters Blog kommentieren, damit das dort auch gelesen wird? Thx.

      • Angela Stoytchev

        @markus: der passus mit den unterstützerinnen stimmt aber trotzdem, sprich, die aufgenommenen würden, würde der antrag durchgehen, kein stimmrecht bei listenwahlen mehr haben. dass dafür die bg-mitglieder aufgewertet werden, ist aus unterstützerinnen-sicht ein schwacher trost.
        ;-)
        im übrigen teile ich absolut deine einschätzung, dass dieser antrag keine 2/3 kriegt.

      • Danke für die klare Antwort.

        Du darfst dich eingeladen fühlen auch auf die anderen 4 Fragen, die ich hier an Robert Korbei gerichtet habe, zu antworten ;-) Ich gehe ja davon aus, dass ihr ungefähr den gleichen Wissenstand habt.

    • robert korbei

      1 Wie schon beim vorigen male: Die Zahlen gibt es dann, wenn die Zahlen da sind. Im moment haben wir noch nicht einmal alle Anträge.

      2 Prinzipiell nach dem Kriterium der Bereischaft an den Wiener Grünen teil zu haben, sehr zu Gunsten der Antragstellerinnen ausgelegt, allerdings sei da auch auf die Antwort auf Andreas Lindinger verwiesen.

      3 siehe Antwort an max

      4 Bei uns, den Wiener Grünen bleiben heißt weiter die Bereitschaft haben mit und aus den Wiener Grünen etwas (besseres) zu m achen

      5 Antrag gibt es, siehe Markus und Angela. Ja, Information wäre gut gewesen. Aber hier im Büro wird derzeit gearbeitet was geht und es bleiben leider viele Dinge liegen.

  • Robert,

    wie darf man dieses dein Posting jetzt interpretieren, nachdem Peter Drössler folgendes veröffentlicht hat?

    http://peterdroessler.blogspot.com/2009/06/nagelprobe.html

    Honig ums Maul schmieren, während man einem in den Rücken fällt, ist unterste Schublade!

    Wobei ich natürlich nicht gleich davon ausgehe, du hättest damit zu tun…
    Wenn nicht, hoffe ich sehr, dass du dich eindeutig von diesem Antrag distanzierst!

    • Sollte dieses kommentar als Unterstellung aufgefasst werden, bitte ich um Entschuldigung…

      Besonders fürs \“Honig ums Maul schmieren, während man einem in den Rücken fällt, ist unterste Schublade!\“
      - bitte als verärgerte Reaktion auf Drösslers Ankündigung zu werten
      Wurde eh schon aufgeklärt, somit hinfällig…

    • robert korbei

      Ich werde gegen diesen Antrag stimmen und mehr habe ich damit auch nicht zu tun.

  • Zynisch hin oder her.

    Die ganze Aktion hat gezeigt, dass die Grünen dermaßen das sind, was sie bei anderen verurteilen und beschimpfen. Sie sind gleicher.

    PS: Die Scheintransparenz geht weiter. Oder warum veröffentlicht man nicht die Entscheidung – zumindest in Zahlen. Angst Teil 2.

  • @markus @Angela danke, ich hoffe auch dass diese Entscheidung abgeleht wird.

  • Im Ernst? Ich kann nicht nachvollziehen, inwiefern sich die Wiener Grünen bemüht haben? Ein guter Freund wurde ohne sachliche Begründung abgelehnt – ich mit ähnlichem Background ohne Kommentar oder jemals persönlich kontaktiert worden zu sein aufgenommen. Reine Willkürentscheidung und die Abgelehnten, denen ausdrücklich die Wahlmöglichkeit am 15. November aberkannt wird zur weiteren Mitarbeit einzuladen, ist doch wohl mehr als zynisch…im amerikanischen Rechtsprozess gibt es für derartige Entscheidungsprozesse eine gute Beschreibung: „arbitrary and capricious“!

  • günter strobl

    mir ist ziemlich schwindelig geworden, bei diesem thread. was mir dabei gefallen hat, weil’s mein gefühl über die grünen ebenfalls auf den punkt bringt:
    zynismus, scheintransparenz und dann fällt mir noch das wort „scheinteilhabe“ ein.
    es war immer wieder eine geniale taktik in allen möglichen landeskonferenzsitzungen, die ich mit dir miterleben durfte, vielen das gefühl zu vermitteln, sie würde eh mitreden, eh gehört …
    und in wahrheit wurde das zuvor im innersten kreis der wiener grünen paktierte mit charme und entsprechender stimmungsmache durchgesetzt.

    dein artikel folgt dieser taktik – allerdings nun ohne innerem zirkel. hier im internetbezirk sind die machtverhältnisse in der tat ein wenig anders, wie man auch den bislang 23 kommentaren entnehmen kann und überhaupt den reaktionen auf deine stellungnahmen zu den grünen vorwahlen bislang.

  • Ich habe diese spannende Diskussion um die Grünen Vorwähler jetzt schon länger mitverfolgt, ohne selbst daran beteiligt gewesen zu sein. Irgendwo habe ich gelesen, dies sei eines der spannendsten Politikprojekte der letzten Jahre, dem stimme ich absolut zu. Zeichnet diese Aktion doch die Lücken in unserem politischen System wunderbar auf. Es geht doch im Grunde darum, seien wir mal ehrlich, dass gewisse Menschen ihre Jobs behalten wollen und Angst haben, dass hier irgendwelche Fremden kommen und ihnen diese Jobs wegnehmen wollen. Was viele nicht verstehen: Politik, oder besser Parteipolitik, bedeutet eben nicht nur das Vertreten von kollektiven Idealen und Visionen, es geht sehr oft auch um wirtschaftliche (berufliche) Interessen, und in höheren Zirkeln auch ganz klar um Macht und Einfluss. Da brauchen wir uns gar nicht zu belügen, da ist es bei den Grünen auch nicht anders wie bei anderen Parteien (wobei natürlich noch immer kein Vergleich zu SPÖ/ÖVP). Viele haben eben darauf gehofft, die Grünen seien anders, aber die Mechanismen sind in Wahrheit die Selben. Diese bittere Pille werden leider alle schlucken müssen, die sich an dieser Geschichte hier beteiligt haben bzw. sie mitverfolgt haben, so wie ich.

  • sebastiansoukup

    auch wenn die debatte um die wiener vorwahlen damit zu einem ergebnis gekommen ist, hoffe ich, dass die diskussionen um die entwicklung partizipativer und interaktiver politischer modelle erst richtig losgehen.
    grundlagenarbeit dazu etwa unter > http://www.beatefirlinger.at/2009/06/17/partizipationsrevolution/
    einige gedanken von mir dazu unter > http://sebastiansoukup.wordpress.com/
    to be continued!

  • [...] bisherigen Tempo des Landesvorstands kann man ungefähr damit rechnen, dass Robert Korbei seine Versicherung dazu Zahlen zu präsentieren so ungefähr im November einlösen wird. Bis dahin gilt die Aussage vom ehemaligen [...]

  • [...] aussehen können. Robert Korbei kündigte in meiner Ablehnungsmail und auch auf seinem Blog ein “Grüne Vorwahlen Konvent” an, nach dem Landesparteitag und mit veränderten Fokus. [...]


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